Besonderes elektronisches Anwaltspostfach (beA)

Alles Wichtige über die Umstellung zum elektronischen Rechtsverkehr

2016 wird für alle juristischen Organisationen in Deutschland richtungsweisend. Dieses Jahr plant die Bundesrechtsanwaltskammer jedem zugelassenen Rechtsanwalt das besondere elektronische Anwaltspostfach (beA) zu eröffnen. Der Plan des Gesetzgebers sieht vor, dass bis spätestens 2022 Anwaltschaft und Justiz ausschließlich elektronisch kommunizieren. Jetzt ist die Zeit, um sich für das besondere elektronische Anwaltspostfach zu rüsten.

2016 wird für alle juristischen Organisationen in Deutschland richtungsweisend. Dieses Jahr plant die Bundesrechtsanwaltskammer jedem zugelassenen Rechtsanwalt das besondere elektronische Anwaltspostfach (beA) zu eröffnen. Der Plan des Gesetzgebers sieht vor, dass bis spätestens 2022 Anwaltschaft und Justiz ausschließlich elektronisch kommunizieren. Jetzt ist die Zeit, um sich für das besondere elektronische Anwaltspostfach zu rüsten.

Aktuelle Mitteilungen

Neue Ära der Rechts­kommunikation

Die BRAK wird mit dem beA die verpflichtende Nutzung eines gemeinsamen Kommunikationssystems im Rechtsverkehr umsetzen. Das besondere elektronische Anwaltspostfach soll in den juristischen Organisationen Deutschlands eine nachhaltig ressourcenschonende und effiziente Arbeitsweise etablieren. Welche Vorteile bringt die Umstellung mit sich?

  • Das beA versendet rechtsgültige Dokumente auf elektronischem Weg und spart Ihnen damit Zeit und Geld.
  • Ohne Aktenberge und Dokumentenausdrucke sparen juristische Organisationen Raum für die Archivierung. Auch das Sortieren und Weiterleiten des Posteingangs entfällt mit dem ressourcensparendem beA völlig.
  • Die Verwendung des beA orientiert sich an der Nutzung eines E-Mail-Postfachs. Für eine gute Übersicht verfügen Sie über Posteingang, Postausgang, Entwurfsordner und Papierkorb.
  • Für hohen Bedienkomfort stehen ein umfassendes Adressverzeichnis mit allen an das beA angeschlossenen Gerichte, Rechtsanwälte und Kammern.
  • Ein Rollen- und Rechtesystem mit 30 möglichen Ausprägungen bindet Ihre Kollegen sinnvoll in den Workflow ein. Dazu zählen das ausschließliche Sichten des Posteingangs, das Kommentieren von Nachrichten oder eine komplette Bevollmächtigung.
  • Im Zuge der Umstellung erfolgt die Abschaltung des EGVP-Classic-Clients zum 01.01.2018. Die Schließung des Elektronischen Gerichts- und Verwaltungspostfachs (EGVP) soll den Weg für das beA freimachen.
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Hochsicherer Dokumenten­verkehr

Der Umstieg vom analogen zum digitalen Rechtsverkehr geht mit einer Vielzahl von ständig aktualisierten und geprüften Sicherheitsvorkehrungen einher. Dafür legt die BRAK hohe Standards fest.

  • Das verpflichtende Anwaltspostfach ist so ausgelegt, dass Sie ausschließlich mit befugten Kollegen kommunizieren. Aufgrund der Anbindung an das bundesweite amtliche Anwaltsverzeichnis werden nur zugelassene Rechtsanwälte im beA erreichbar sein.
  • Die BRAK gibt eine spezielle beA-Chipkarte für jeden Rechtsanwalt heraus. Darauf befindet sich bei Bedarf auch Ihre persönliche Signierfunktion.
  • Der Zugriff auf das beA erfolgt über eine Zwei-Faktor-Authentifizierung. Sie können sich demnach nur nach dem Besitz-und-Wissen-Prinzip einen Zugang verschaffen – Chipkarte und PIN fungieren als voneinander unabhängige Sicherungsmittel.
  • Die BRAK nutzt für Ihr Anwaltspostfach die neueste Authentifizierungs- und Verschlüsselungstechnik. Dank einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung können Unbefugte keine Daten senden oder manipulieren.
  • Für den Fall, dass der Zugang zum beA ausfallen sollte, erhält jeder Nutzer die Möglichkeit für Ersatzeinreichungen.
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Vorbereitung auf das beA

Der elektronische Datenaustausch kommt definitiv. Welche Vorkehrungen können Sie trotz aller organisatorischen Herausforderungen treffen, um den Umstieg optimal durchzuführen?

  • Bei der Zertifizierungsstelle der Bundesnotarkammer  beantragen Sie zunächst Ihre persönliche beA-Karte. Für den Zugang benötigt Ihre juristische Organisation ein Kartenlesegerät.
  • Das beA stellt eine hohe Leistungsanforderung an Ihre Internetverbindung. Für das Senden von Aktenanlagen mit bis zu 30 MB benötigen Sie vor allem eine ausreichende Upload-Geschwindigkeit von ca. 2Mbit/Sekunde.
  • Scanner und Drucker Ihrer Kanzlei sollten für den Prozess der Digitalisierung auf dem neuesten Stand sein. Vergewissern Sie sich, dass Sie geeignete Modelle verwenden.
  • Der Einführungstermin wurde bereits mehrfach verschoben. Um über den Umstellungsprozess auf dem neuesten Stand zu bleiben, sollten Sie sich regelmäßig auf der Website der BRAK oder über den beA-Sondernewsletter informieren.
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